Landwirtschaft in Taiskirchen: Weniger Höfe, größere Betriebe
Innerhalb von zehn Jahren hat in Taiskirchen jeder vierte land- und forstwirtschaftliche Betrieb aufgehört. Bewirtschaftet wird trotzdem fast gleich viel Fläche – nur von weniger, dafür größeren Höfen.
Bei der Agrarstrukturerhebung 2020 zählte Statistik Austria in Taiskirchen 87 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Zehn Jahre davor waren es noch 117. Das sind 30 Betriebe weniger, rechnerisch drei pro Jahr. Damit geht die Zahl der Höfe in Taiskirchen deutlich schneller zurück als im Bezirk Ried (−17,8 %) und in ganz Oberösterreich (−12,5 %).
Taiskirchen im Vergleich
Wie stark sich die Zahlen verändert haben, sieht man am besten, wenn man 2010 jeweils gleich 100 setzt. Wählen Sie die Kennzahl, die Sie vergleichen möchten:
Aus dem Haupterwerb wird weniger – aber größer
Am stärksten betroffen sind die Haupterwerbsbetriebe: Ihre Zahl sank von 68 auf 46 (−32,4 %). Die Fläche, die sie bewirtschaften, ging dagegen nur um 8 % zurück. Ein Haupterwerbsbetrieb in Taiskirchen bewirtschaftet heute im Schnitt 43,5 Hektar statt 32 Hektar – und liegt damit über dem oberösterreichischen Schnitt von 38,8 Hektar.
Auch bei den Nebenerwerbsbetrieben gibt es weniger Höfe (45 → 35), deren Fläche ist aber sogar leicht gestiegen (539 → 549 ha).
Betriebe nach Erwerbsart
Wer bewirtschaftet die Fläche?
In Taiskirchen liegen drei Viertel der Fläche in der Hand von Haupterwerbsbetrieben. Im Landesschnitt ist es nicht einmal die Hälfte – dort fallen große Wald- und Gutsflächen von juristischen Personen wie Stiften oder den Bundesforsten stark ins Gewicht. Taiskirchen ist, wie der Bezirk Ried insgesamt, klar von bäuerlichen Familienbetrieben geprägt.
Alle Zahlen auf einen Blick
| Taiskirchen | Bezirk Ried | Oberösterreich |
|---|
Ausblick
Seit April 2026 läuft die nächste Agrarstrukturerhebung. Sie ist allerdings – wie schon jene von 2023 – eine Stichprobe, Ergebnisse für einzelne Gemeinden wird es daraus nicht geben. Die nächste Vollerhebung mit Zahlen für Taiskirchen ist für 2030 zu erwarten. Bleibt der Trend gleich, wird es dann noch einmal deutlich weniger, aber noch größere Höfe in der Gemeinde geben.